§ 7 des LGG bezieht sich auf die Vergabe von Ausbildungsplätzen, Einstellungen, Beförderungen und Übertragung höherwertiger Tätigkeiten bevorzugt an Frauen bei gleicher Eignung, Leistung und Befähigung, so lange sie in einem bestimmten Besoldungsamt unterrepräsentiert sind. Zur argumentativen Unterstützung führen wir Statistiken zum Frauenanteil an Beförderungs- / Funktionsstellen sowie eine aktuelle Statistik zum Anteil der Frauen in den jeweiligen Schulleitungspositionen.

Bei fast allen Funktionsstellen an den Schulformen des längeren gemeinsamen Lernens zeichnet sich weiterhin ein positiver Trend in Bezug auf die Frauenförderung ab: Mittlerweile sind 44 % der Schulleitungen weiblich, eine Steigerung von 9 % im Berichtszeitraum. Bei den stellvertretenden Schulleitungen sind 42 % weiblich, dies entspricht einer Steigerung von 13 %. Die Didaktische Leitung liegt mehrheitlich bei weiblichen Lehrkräften (50,6%); ein kleiner Rückgang um 2,6 %. Mehr als zwei Drittel (68 %) der Abteilungsleitungen 5/6 oder 5, 6 und 7 sind Lehrerinnen, bei den Abteilungsleitungen 7/8 und 9/10 sind mehr als die Hälfte  weiblich (jeweils 58 %). Die Leitungen der Sekundarstufen II werden zu 49 % (Vorjahr 42%) von weiblichen Lehrkräften besetzt. Diese Zahlen zeigen, dass Frauenförderung im Bereich unserer Schulformen realisiert wird. Der Personalrat achtet darauf, dass sich Frauen auf Funktionsstellen bewerben. Ist dies nicht der Fall, kann es eine erneute Stellenausschreibung geben.

 

§ 8 des LGG betrifft die Ausschreibungen auf Leitungsfunktionen. Um eine möglichst breite Bewerbung von Frauen zu erreichen, sind Ausschreibungen öffentlich (im Internet). Frauen sollen sich besonders angesprochen fühlen. Teilzeitarbeit soll auch in Führungspositionen ermöglicht werden. Wir haben angeregt, dass Dezernent/-innen besonders auf geeignete Frauen achten und diese ermuntern sich auf Schulleitungspositionen zu bewerben. Eine besondere Rolle haben hier sicher auch die Ansprechpartnerinnen an den Schulen, die wir bei ihrer Arbeit unterstützen möchten.

 

§ 11 des LGG befasst sich mit Fortbildungen. Weibliche Beschäftigte sollen mindestens entsprechend ihrem Anteil an den Meldungen zugelassen werden. Es müssen für sie besondere Fortbildungsmaßnahmen angeboten werden, die sie auf Führungspositionen vorbereiten (s.o.). Kinderbetreuung und Teilzeitbeschäftigung müssen berücksichtigt werden. Die Themen Gleichstellung und sexuelle Belästigung am Arbeitsplatz müssen regelmäßig, vor allem in Fortbildungen für Leitungsmitglieder, aufgenommen werden.

 

Im § 13 LGG werden die Gestaltung der Arbeitszeiten und die Möglichkeit der Teilzeitbeschäftigung und Beurlaubung als Maßnahmen zur Vereinbarkeit von Beruf und Familie genannt und erläutert. Da an Gesamtschulen 79,3 % und an Gemeinschaftsschulen 90,9 % der Teilzeitbeschäftigten Frauen sind, liegt hier eine dauerhaft wichtige Beratungs- und Unterstützungsaufgabe innerhalb der Gleichstellungsarbeit in Zusammenarbeit mit den Projektgruppen Angestellte und Beamt/-innen . Viele Kolleg/-innen sehen in Teilzeitarbeit die einzige Möglichkeit, vor allem an der Schulform Gesamtschule, Beruf und Familie in Einklang zu bringen. Wir regen immer wieder an, an jeder Schule auf der Grundlage der Empfehlung von Herrn Hartmann Lehrer/-innenkonferenzbeschlüsse zu fassen. Auf unserer Homepage gibt es zur Konkretisierung die kommentierte Empfehlung “Teilzeitbeschäftigung - neues Merkblatt” , die für jede einzelne Schule angepasst werden kann.

   
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